Erfolg aktiviert das Belohnungssystem des Gehirns und ist unter anderem mit der Ausschüttung von Dopamin verbunden. Nach mehreren Gewinnen hintereinander können Trader deshalb ein besonders starkes Gefühl von Sicherheit und Kontrolle entwickeln.
Daraus können einige gefährliche Gewohnheiten entstehen:
1. Selbstüberschätzung
Trader können anfangen zu glauben, dass ihre Marktprognosen fast immer richtig sind. Statt die Unsicherheit des Forex-Marktes zu akzeptieren, entsteht das Gefühl, die nächsten Bewegungen kontrollieren oder zuverlässig vorhersehen zu können.
2. Risiken werden unterschätzt
Ein solides Risikomanagement erscheint plötzlich weniger wichtig.
Ein Trader, der zuvor beispielsweise nur 1 % seines Kapitals pro Trade riskiert hat, könnte beginnen, deutlich höhere Risiken einzugehen, weil er davon überzeugt ist, dass der nächste Trade ebenfalls erfolgreich sein wird.
Doch der Markt kennt keine Gewinnserie – und garantiert auch nicht, dass sie weitergeht.
3. Bewährte Regeln werden gebrochen
Konsequentes Forex-Trading basiert auf einem systematischen Vorgehen.
Nach einer Gewinnserie überspringen manche Trader die Marktanalyse, ignorieren Bestätigungssignale oder verlassen das System, das sie zuvor konsequent angewendet haben.
Ironischerweise beginnen sie damit, genau der Strategie weniger zu vertrauen, die sie bis dahin befolgt haben.