Einer der häufigsten psychologischen Fehler beim Forex-Trading besteht darin, einen nicht realisierten Gewinn so zu betrachten, als würde das Geld bereits endgültig einem selbst gehören.
Wenn eine offene Position einen hohen Gewinn anzeigt, beginnt das Gehirn möglicherweise sofort damit, sich vorzustellen, was man mit diesem Geld machen könnte.
Ein verwandtes psychologisches Phänomen ist der sogenannte Besitztumseffekt (Endowment Effect). Menschen neigen dazu, Dingen einen höheren Wert beizumessen, sobald sie diese als ihren Besitz wahrnehmen.
Obwohl der Gewinn noch nicht realisiert wurde, kann das Gehirn ihn bereits mental als „eigenes Geld“ verbuchen.
Das kann dazu führen, dass Trader:
— profitable Trades zu früh schließen;
— nervös werden, sobald der Gewinn kleiner wird;
— jede Kursbewegung emotional verfolgen;
— ihre ursprüngliche Trading-Strategie ignorieren.
Dadurch können profitable Positionen deutlich vor dem ursprünglich geplanten Ziel geschlossen werden.